Starke Knochen bis ins Alter

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Volkskrankheit Osteoporose – Wichtige Tipps zur Vorbeugung und zur richtigen Behandlung

Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, bei der sich die Knochenmasse verringert. Die Knochenstruktur wird dabei so geschwächt, dass es schon bei geringfügigen Verletzungen zum Bruch kommen kann. Osteoporose kann unterschiedliche Beschwerden auslösen: Häufig sind anhaltende Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule. Brechen Rückenwirbel im fortgeschrittenen Stadium der Osteoporose, führt das zur Verkrümmung und Kürzung der Wirbelsäule. Bruchgefährdet sind auch Knochen an Handgelenk, Unterarm oder Oberschenkelhals. Laut einer Studie kommt es in Deutschland zu etwa 330.000 osteoporosebedingten Brüchen jährlich, ausgelöst oft durch normalerweise harmlose leichte Stürze.

Risikofaktoren für Osteoporose, die man beeinflussen kann:
– Bewegungsmangel
– Falsche Ernährung
– Starker Nikotin- oder/und Alkoholkonsum
– Mangel an Geschlechtshormonen
Erste Anzeichen einer Osteoporose: 
– Verringerung der Körpergröße um mehr als 4 Zentimeter
– Knochenbrüche ohne entsprechenden Unfall
– Knochenschmerzen, besonders im Rücken
– Verschlechterung der Muskulatur
Wie häufig ist Osteoporose?
Nach Schätzungen sind sieben Prozent der Frauen im Alter von 55 Jahren betroffen, der Anteil steigt  mit dem Alter an. Bei Männern im höheren Alter liegt die Krankheitshäufigkeit zwischen 1,7 und 2,8 Prozent. Fakt ist: Im Alter von 35 Jahren erreicht das menschliche Skelett seine maximale Dichte. In den folgenden Lebensjahren nimmt die Knochendichte pro Jahr in der Regel um 1,5 Prozent ab. Gleichzeitig steigt das Risiko von Knochenbrüchen.
 
Wie kann man Osteoporose behandeln? 
Will man dem altersbedingten Knochenschwund auf natürliche Weise verlangsamen, eignet sich in erster Linie eine kalziumreiche Ernährung, die möglichst viele Milchprodukte oder kalziumhaltige Mineralwässer enthalten sollte. Ebenfalls wichtig: kräftigende Bewegung, denn sie kann die Verdichtung der Knochenstruktur und die Stärkung der Muskulatur anregen. Ärztlich behandelt wird Osteoporose mit einer so genannte Basismedikation mit Kalzium und Vitamin D3. Schmerzen werden durch geeignete Schmerzmittel bekämpft. Die Behandlungsdauer kann drei bis fünf Jahre betragen. Hormone sollten zur Osteoporosebehandlung deshalb nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.
Ausreichende Kalziumversorgung ist ein wirksames Mittel, sich vor Osteoporose  zu schützen. Empfohlen werden als Tagesdosis  1.000 bis 1.500 Milligramm (mg) Kalzium. Soviel steckt in  einem halben Liter Milch plus 2 Scheiben Käse (50 Gramm) plus einer Portion Grünkohl. Ein kleiner Becher Joghurt enthält etwa 180 mg Kalzium, eine Portion Brokkoli etwa 250 mg, 100 Gramm Hartkäse etwa 1.000 mg. Auch Mineralwässer sind wichtige Kalziumlieferanten. Als kalziumreich gilt ein Wasser ab 150 mg pro Liter. Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie also Ihren täglichen Bedarf an Kalzium auch ohne Einnahme von Medikamenten decken.
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